SUFI – FRAUEN
(SUFI WOMEN)
Dr. JAVAD NURBAKHSH
hat
auch ein Buch über Sufi-Frauen beginnend mit RABI´A bis HAYATI geschrieben.
Leider ist dieses Buch nur auf Französisch und Persisch erhältlich, sodass daraus
auf dieser Seite nicht zitiert werden kann.
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Aus RUMI ´S DIWAN-I SHAMS-I TABRIZ
- übersetzt ins Englische von SAFOURA NURBAKHSH (SUFI / ISSUE 54 SUMMER 2002)
SAFOURA NURBAKHSH wurde im Iran geboren. Sie besuchte
die San Francisco State University in Kalifornien/USA, wo sie den Doktortitel
für englische Literatur erhielt. Zur Zeit lebt sie mit ihrem Mann und ihren
beiden Kindern im Iran.
- „Arme Liebende sind wir,
Wie du noch keine gesehen hast.
Wirf deinen Blick auf diesen Weg,
Denn wir sind Fremde in dieser Stadt.
Sei edelmütig zu uns,
Denn wir sind Bettler in dieser Stadt.“
- - “Poor
lovers we are,
Unlike anyone
you ´ ve seen.
Throw your
glance this way,
For we are
strangers in this town.
Be generous
with us,
For we are
beggars in this town”.
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CAROLINE MC CUCHEON
folgt dem Sufi-Pfad seit 14 Jahren und lebt in
London.
Aus: Der Spiegel eines Freundes („The Mirrow of a
Friend) / SUFI / ISSUE 22 SUMMER 1994 / Seite: 16
„Danach fiel es schwer zu glauben, dass
alles so leicht zu verlieren war.
Was ich nicht nachvollziehbar
aufschreiben kann ist, wie es war, mit Francis zu sein.
Nach der Nacht der Tränen wusste ich,
dass ich ihn nicht gehen lassen konnte.
Ich wusste, er würde nicht in meinem
Haus bleiben.
Ich hatte keine Wahl, als mit ihm zu
gehen,
und ich wusste ohne den Schatten eines
Zweifels, dass es das einzig Richtige war.
So sagte ich am nächsten Morgen zu ihm:
„Bitte, Francis, lass mich mit dir gehen.
Nimm´ mich als deine Schülerin (auf dem
Weg (disciple)) an.““
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LALLA
lebte in Kaschmir / Indien. Sie muss sehr schön
gewesen sein, entsagte allem, verzichtete auf alles.
“...In Kaschmir gibt es ein Sprichwort: “Wir kennen nur zwei Wörter: das eine ist Allah, und das
andere ist Lalla.“
...Oftmals, wenn ich Kaschmir besuche, habe ich es ...gehört:
“Wir kennen nichts, was sich mit diesen beiden Wörtern vergleichen ließe: Allah
und Lalla.“....Sie wurde ungeheuer verehrt – ihre Lieder sind so schön! Ich
habe einen meiner Freunde in Kaschmir gebeten, sie zu übersetzen, denn sie sind
in der Landessprache geschrieben. Aber selbst wenn man sie nur hört...es ist
eine solche Musik! Ich verstehe die Sprache Kaschmirs nicht, aber immer, wenn
ich in Kaschmir war, habe ich jemanden gefunden, der Lallas Lieder
singen konnte. Sie haben eine solche tiefe, und obwohl ich die Sprache nicht
verstehe, kann ich die Stimmung, kann ich die Schwingungen empfinden. Und Lalla
muss auf ganz Kaschmir einen so tiefen Eindruck gemacht haben wie sonst
niemand. (208) “
aus: OSHO: Das Buch der Frauen / Durch Bewusstheit
zur Quelle der weiblichen Kraft / Hrsg: Michael Görden 13/9711 ((208)The
Razor´s Edge, 16. Kapitel)
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RABI´A
RABIYA
AL-ADABIYA
RABI`A AL-ADAWIYYA
RABI`A AL-QAYSIYYA
“ Die erste
Geschichte der Heiligen von Allah ist die von Rabi`a al-Adawiyya oder Rabi`al-Qaysiyya, die in Barsa, im
Irak zwischen den Jahren 95 und 99 (ungefähr 717 nach Christus) geboren
wurde.“ (SIDI SHAYKH
MUHAMMAD SAID AL-JAMAL AR- RIF´A SHADHILLI)
OSHO
bezeichnet sie als “eine der Ausnahme-Frauen
in der ganzen Geschichte des menschlichen Bewusstseins” und
gibt folgende Geschichte wieder:
Hassan,
ein anderer großer Mystiker, weilte einmal bei Rabi`a. Hassan fragte sie: Kann
ich mir dein Exemplar des heiligen Koran ausleihen? Ich habe meines nicht
mitgebracht, weil ich dachte, ich könnte für mein Morgengebet deines verwenden.“
Rabia sagte: „Hier bitte, hier ist mein Exemplar.“ Und als Hassan es öffnete,
war er sehr erstaunt ... Rabi`a hatte eine ganze Zeile durchgestrichen! Hassan
konnte sich nicht vorstellen, wie Rabi`a das tun konnte.
Er
sagte zu Rabi`a: „Jemand hat deinen Koran entweiht. Er hat seine Heiligkeit
verloren.“ Rabi`a sagte: „Meinen Koran darf keiner anrühren; er ist nicht
entweiht. Ich habe ihn erst richtig geheiligt. Sieh dir doch die Zeile an, die
ich durchgestrichen habe!“ – Die Zeile lautete: “Wenn du den Teufel zu Gesicht
bekommst, hasse ihn.“
Hassan
fragte: „Aber was ist falsch daran? Müssen wir nicht Gott lieben und den Teufel
hassen?“ Rabi`a antwortete: „Du bist immer noch bloß ein Intellektueller! LIEBE und HASS gehören nicht zu deiner
existenziellen Erfahrung. Ich kenne die Liebe und mein Herz ist voll Liebe.
Wenn heute der Teufel vor mich hintritt, kann ich ihn nicht hassen. Woher
sollte ich den Hass nehmen? Ich kann ihn nur lieben; etwas anderes habe ich
nicht zu geben. Es ist mir unmöglich, ihn zu hassen. ....Dieser Satz im Koran
widerspricht meiner existenziellen Erfahrung.“
Hier noch mehr über
zu schreiben, ist
beabsichtigt.
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und
MADAME
BLAVATSKY
MADAME BLAVATSKY bereiste die ganze Erde, nur an ihren eigenen
Geburtsort, nach Russland konnte sie nicht fahren. Doch sie trug immer zwei
Taschen mit sich, die mit Samen von wunderschönen Blumen gefüllt waren. Wenn
sie im Zug saß, warf sie dauernd Samen aus dem Fenster. Natürlich dachten die
Leute, sie sei verrückt! Man fragte sie: „Wozu machen sie das? Vielleicht
fahren sie nie wieder diese Strecke.“
Sie antwortete: „Das spielt doch keine Polle! Mag schon sein, dass
ich hier nie wieder vorbeikomme, aber der Frühling wird kommen! Vielleicht
werde ich nicht kommen, aber jeder, der hier vorbeifährt, wird die schönen
Blumen sehen.
MADAME BLAVATSKY ist die Begründerin der THEOSOPHISCHEN BEWEGUNG.
IRINA TWEEDIE
IRINA TWEEDIE war 52 Jahre alt, als sie
1959 nach Indien reiste. Auf geheimnisvolle Weise führte sie diese Fahrt zu einem
Sufi-Meister, der sie sogleich auf eine andere Reise schickte, nämlich jene ins
„Herz der Herzen“! So lernte sie den Sufi-Pfad der Verwirklichung kennen. In
ihrem Buch „ Weg durchs Feuer / Tagebuch einer spirituellen Schulung durch
einen Sufi -Meister“ (Originalausgabe unter dem Titel: „The Chasm of
Fire“(ungekürzt) >“Daughter of Fire“) nennt sie ihren Meister BHAI SAHIB.
Bhai
Sahibs erste Aufforderung an Irina Tweedie lautete, ein Tagebuch zu schreiben
und darin vollständig ihre spirituelle Schulung festzuhalten. Sie sollte darin
wirklich alles notieren, alle Ängste, Schwierigkeiten und Zweifel. Er sagte ihr
voraus, dass es eines Tages ein Buch werden und überall auf der Welt Menschen
helfen würde.
Irina
Tweedie gibt mit diesem Buch auch auf wunderbare und authentische Weise die
Lehren ihres großartigen Sufi-Meisters wieder.
„ 11. März 1966..................
Gestern abend übersetzte mir Guruji (Bhai Sahib) eine Strophe:
So zart und so fein ist der Göttliche Faden,
Man sieht ihn nicht leicht, man erfasst ihn nicht leicht,
Er ist nicht für jeden geschaffen.
Er ist nur für jene, die opfern können.
.....Soweit ich das sehe, besteht für das Gedächtnis keine
andere Lösung, als alles, was geschieht, als den Willen Gottes anzunehmen.
....“
Wieder
nach Europa zurückgekehrt, wurde IRINA TWEEDIE selbst Lehrerin und Begleiterin
vieler bedeutender Sufis.
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„VERTRAUEN UND LIEBE SIND EINS
29. Januar 1966
„CHISHTI bedeutet so viel wie <galoppieren>. Die Chishtis
erkennen IHN durch die Schwingungen der Musik. Die Naqshbandi tun ihr Sadhana
in Stille. NAQSHA heißt <Prägung, Muster>. Wo? Im Herzen. HAZARAT HARUN
war der Begründer der Dynastie. Er hatte einen PIR, einen Guru. Sein Guru
liebte ihn sehr, deshalb hatten die anderen Schüler einen groll auf ihn und
waren eifersüchtig.
Eines Tages musste der Guru weggehen, und er trug Hazrat auf,
eine bestimmte Anzahl von Töpfen schwarz anzumalen und mit der Inschrift
<Allah> in Weiß zu versehen. Aber Hazrat, der sich ganz seinen vielen
spirituellen Übungen widmete, vergaß darüber, das zu tun.
Als der pir zurückkehrte, berichteten ihm die anderen Schüler
sofort von der Vergesslichkeit seines Lieblingsschülers. Der Pir fragte Hazrat:
“Hast du die Töpfe bemalt, wie dir aufgetragen war?“ „Ja“, erwiderte Hazrat.
Die Schüler waren alle aufgebracht. Er war nicht nur nachlässig, sondern auch
noch ein Pukka, ein Lügner! Sagten sie.
Der Pir ging in den Raum, wo die töpfe standen. Hazrat war von
Beruf Töpfemaler. Hazrat schaute auf die töpfe, und da standen sie alle, durch
seine große hingabe und durch die Gnade gottes schwarz und mit weißer
inschrift, wie ihm aufgetragen war. Und von da an gab ihm sein Lehrer den Namen
NAQSHBANDI, der <Präger>.““
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„DIE GESCHICHTE VON DEN HEILIGEN
4. Februar 1966
„Man kann kein Vertrauen haben, bevor nicht die Zeit dazu reif
ist; niemand kann das. ... Völlige Hingabe ist absolutes Vertrauen. ER ist
Absolut; also muss auch das Vertrauen absolut sein. ... Das ist sehr schwer.
Fana fi´sh-Shaikh, das ist die schwierigste Stufe. ... Und mein Verehrter Guru
MAHARAJ hat mich bis zu seinem Tod, bis zum letzten Augenblick vor seinem Tod
weiter geprüft. Er sagte damals: <Jetzt hast du den Faden erfasst, und du
kannst jedem geben, ganz wie du willst.> Ich erhielt die Kraft der
Übertragung. Der Lehrer ist frei. Er hat keine Probleme. Aber der Schüler muss
sie haben, muss opfern, muss erdulden und aushalten ... Es gibt viele Weisen,
den Lehrer zufriedenzustellen.““
(aus:
IRINA TWEEDIE: Der Weg durchs Feuer)
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